Mediation
Mediation und Konfliktklärung am Arbeitsplatz
Ein strukturiertes, vertrauliches Verfahren für Menschen, die einen Konflikt hinter sich lassen und wieder zusammenarbeiten müssen. Mediation gibt den Beteiligten die Chance, gehört zu werden, zu klären, was passiert ist, und zu vereinbaren, wie es weitergeht.

Für wen
Sinnvoll, wenn …
- Zwei Kolleginnen oder Kollegen nicht mehr zusammenarbeiten können
- Eine Führungskraft und ein Teammitglied in einem ungelösten Konflikt stecken
- Zwei Abteilungen oder Teams die Zusammenarbeit eingestellt haben
- Ein Team die Folgen einer Umstrukturierung verarbeitet
- Die Rückkehr an den Arbeitsplatz an fehlendem Vertrauen scheitert
- Ein Konflikt Zeit, Energie und gute Leute kostet
Woran wir arbeiten
Das Ziel ist eine Vereinbarung, keine Entschuldigung.
Beim eigentlichen Thema anfangen
Einzelgespräche helfen jedem Beteiligten zu schildern, was passiert ist, was ihm wichtig ist und was er als Nächstes braucht — ohne Publikum und ohne Debatte.
Das Gespräch sicher machen
Klare Regeln, Freiwilligkeit und Vertraulichkeit schaffen die Bedingungen für ein ehrliches Gespräch statt für eine weitere Auseinandersetzung.
Eine tragfähige Vereinbarung bauen
Es geht nicht darum, dass alle einer Meinung sind. Es geht um konkrete Zusagen, ein Kommunikationsprotokoll und einen praktikablen Umgang mit künftigen Reibungen.
Nachhalten
Eine Nachbesprechung und Unterstützung der Führungskraft helfen, dass die Vereinbarung hält, wenn der Alltag zurückkommt.
So läuft es
Sechs Wochen, dann eine schriftliche Vereinbarung.
Aufnahme
Ein kurzes Gespräch mit der Person, die den Prozess anstößt: Situation, Beteiligte und die Frage, ob Mediation geeignet ist.
Einzelgespräche
Vertrauliche Gespräche mit jedem Beteiligten, um Fakten, Sorgen und ein mögliches Ergebnis zu klären.
Gemeinsame Mediation
Eine moderierte Sitzung — oder mehrere —, in der die Beteiligten direkt sprechen, Annahmen prüfen und eine Vereinbarung erarbeiten.
Nachgespräch
Eine Überprüfung nach vier bis sechs Wochen: Was funktioniert, was wird angepasst, und der Prozess wird abgeschlossen.
Wenn keine Einigung entsteht
Was passiert, wenn Mediation nicht reicht.
Mediation ist freiwillig, und Ehrlichkeit über ihre Grenzen gehört dazu. Wenn die Parteien keine Einigung erzielen, sagen wir das schriftlich und legen die verbleibenden Optionen dar.
- Eine schriftliche Zusammenfassung: was vereinbart ist und was offen bleibt
- Eine Empfehlung, ob ein formales HR-Verfahren der richtige Weg ist
- Hinweise auf geeignete Stellen, wenn rechtliche oder klinische Unterstützung nötig ist
- Kein Druck, einen Prozess fortzusetzen, der nicht funktioniert
Formate
Wie es aussehen kann
- Halbtags, ganztags oder über mehrere Sitzungen
- Zwei Personen, Führungskraft und Teammitglied oder zwei kleine Teams
- Vor Ort in Europa oder online
- Vertraulich und freiwillig
Ergebnisse
Was sich am Montag ändert
- Eine klare schriftliche Vereinbarung mit konkreten Zusagen
- Ein praktikabler Umgang mit künftigen Meinungsverschiedenheiten
- Weniger Eskalation, Vermeidung und informeller Konflikt
- Eine Arbeitsbeziehung, die weitergehen kann
Verwandte Leistungen
FAQ
Praktische Fragen
Ist Mediation am Arbeitsplatz vertraulich?
Ja. Was in der Mediation besprochen wird, bleibt im Verfahren — gebunden an die zu Beginn vereinbarten Grenzen sowie an rechtliche und schutzbezogene Pflichten. Das Ergebnis ist meist eine schriftliche Vereinbarung für die Beteiligten und, wo sinnvoll, die beauftragende Führungskraft.
Ist Mediation freiwillig?
Mediation wirkt am besten, wenn Menschen freiwillig teilnehmen. In manchen Arbeitssituationen kann ein Arbeitgeber die Teilnahme verlangen, doch die Mediation entfaltet die größte Wirkung, wenn die Beteiligten sich bewusst darauf einlassen. Wir klären das in der Aufnahme.
Wie lange dauert eine Mediation?
Das hängt von der Situation ab. Eine fokussierte Mediation zwischen zwei Personen lässt sich an einem halben Tag oder in zwei Sitzungen lösen. Komplexere Team- oder Abteilungskonflikte brauchen mehrere Wochen.
Ersetzt Mediation ein formales HR- oder Disziplinarverfahren?
Nein. Mediation ist keine formale Untersuchung, kein rechtliches Verfahren und kein Disziplinarverfahren. Sie kann formale Prozesse begleiten, wo das sinnvoll ist, ersetzt sie aber nicht.
Geht Mediation auch online?
Ja. Online-Mediation funktioniert in vielen Situationen gut und ist für Teams in verschiedenen Ländern praktisch. Mediation vor Ort ist in ganz Europa möglich.
Next step
Fangen Sie bei den zwei Menschen an.
Ein kurzes Gespräch reicht, um zu entscheiden, ob Mediation passt, wer dabei sein muss und wie ein sinnvoller nächster Schritt aussieht.
